Schon lange wollte ich Schachfiguren ausschließlich drechseln, also weder schnitzen noch sägen oder modellieren. Eine gedrechselte Figur durfte also nicht zu detailliert, sondern musste möglichst abstrakt sein. Als Material wählte ich Eiche, da ich sie sehr schön und edel empfand.

Was ich zunächst unterschätzte war, 16 möglichst gleich aussehende Bauern ohne Kopiervorrichtung zu fertigen. Es waren deutlich mehr Bauern zu machen, damit 16 von ihnen die “Ähnlichkeitsprüfung” überstehen konnten!

Auch die Zinnen der Türme hinzubekommen war nicht so einfach. Mehrere Prototypen waren erforderlich, verschiedene Herangehensweisen mussten ausprobiert werden, bis ich eine akzeptable Lösung fand. König, Dame und Läufer hingegen bereiteten keine Schwierigkeiten.

Für die an sich am schwierigsten zu drechselnde Figur fand sich überraschenderweise ein recht einfaches Verfahren. Bei unserem Online-Treffen am 16.04.2026 habe ich es bereits erklärt. Es handelt sich dabei wohl um eine alte Technik, die natürlich nicht von mir stammt. Schließlich kann man bei diesem uralten Handwerk wohl kaum noch etwas Neues erfinden! Ich habe sie aus einem Buch von Richard Findley.

Die weißen Figuren sind gewachst und geölt, die schwarzen mit Eisenacetat gebeizt, danach gewachst und geölt.

Hallo Roland
Lange getüftelt – viel probiert – vermutlich noch einiges dazugelernt – Ausdauer in der Umsetzung und dann perfekt umgesetzt.
Einfach klasse !!
Gruß Helmut
Hallo Roland,
tolle Arbeit! Diese Schachfiguren sind das Ergebnis von viel Planung, Ausdauer und einer gehörigen Portion Geduld.
Du hast bewiesen, dass wahre Meisterwerke nicht von Muskelkraft, sondern von Können, Erfahrung und Leidenschaft entstehen.
Respekt und große Anerkennung für dieses beeindruckende Werk – und jetzt wissen wir auch – Beim Drechseln bist du mindestens so stark wie ein Schach-Großmeister am Brett. Chapeau!
Gruß Erich
Hallo Roland,
Auf dem Schachbrett, in jedem Feld, fallen oben rechts die kleinen Bohrungen ins Auge. Zufall? Wohl kaum!
Sind sie Teil eines genialen Plans, ein streng gehütetes Geheimnis des Schachmeisters oder steckt dahinter eine raffinierte Idee? Die Neugier ist jedenfalls geweckt.
Vielleicht verrätst du uns ja noch, welche Geschichte sich hinter diesen kleinen Löchern verbirgt – wir sind gespannt!
Gruß Erich
Hallo Erich,
Das Schachbrett ist mein Schachcomputer.
Die kleinen Bohrungen auf den Feldern sind sog. Feldlämpchen. Sie dienen zur Anzeige von Spielzügen, Zurücknahme sowie Stellungskontrolle oder Eingabe von Stellungen. Sie zeigen ebenfalls den Computerrechenvorgang und Fehler an und warnen vor Fehlern in der Trainigsstufe usw.
Es ist also etwas für Übungen und Training.