DFF – Treffen Juni 2012 Meiselübungen bis zum Abwinken

Der Meißel — stand also als Thema auf der Einladung zu unserem Junitreffen.

Meisel

Genannt auch der Hobel des Drechslers – ein Werkzeug das nicht unbedingt jedermanns Liebling ist.
Wie man jedoch am Ende des Abend feststellte eine größtenteils unbegründetet Meinung,
denn bei richtiger Werkzeug- und Körperhaltung ein durchaus sinnvolles und auch notwendiges Werkzeug für die Top Flächen unserer Kunstwerke.


Lockeres Auftreten und


lässiges Beinebaumeln bestimmten den Eindruck der ersten Minuten.


Gerhard ließ sich jedoch davon nicht beirren und stieg erstmal mit einigen informativen Grundlagen
in den Abend ein. Eigentlich hat man s ja schon mal irgendwo irgenwas gehört, aber hören und gleich probieren
ist halt wesentlich nachhaltiger mit dem — Verstehen und AHAAAA – so geht´s also — Effekt.


Einer für alle und alle für — Frankens Drechselfreunde — oder wie war gleich der Leitspruch der 3 berühmten französischen Reiter zu den Zeiten als „Mann“ noch einen Degen um die Hüften trug. Heute trägt der Mann Drechselmeisel – wenigstens zu manchen Anlässen.
So unterschiedlich diese drei auch waren eins hatten Sie gemeinsam – an diesem Abend waren Sie die — schärfsten —
Werkzeuge.


Matthias hat derweil die Spieleecke entdeckt und sich dort auch gleich zurecht gefunden.


Erich hatte eine sehr schöne Schale mit gefrästem Rand dabei,


während uns Manfred seine Olivenschale mit „Stöpfel“ und Überlauf präsentierte.
(Entschuldigung Manfred für den „Stöpfel“).


Richtig [u]Formvollendete[/u] schöne Turmkreisel bis zu Standartkreisel von Thomas – für die Beschäftigung nebenbei.


Sicher kann ein schöner Rücken auch entzücken – aber hier zeigt Gerhard dem Fachpuplikum, an einer sicher
etwas zu niedrig geradenen kleinen „Roten“, wie das nun praktisch funktioniert mit dem sauberen Schnitt. Es ist halt kaum möglich für jeden Teilnehmer immer die optimale Maschinenhöhe parat zu haben. Macht aber nix –
wir halten das aus !!


Johannes an einem Querholz aus Eiche beim Schlichten mit dem Meisel. Eine besondere Steigerung beim Umgang mit dem Meisel – aber gewußt wie und es funktioniert.


Während Thomas und Ernst noch mit dem fachgerechten Einspannen beschäftigt sind,


hat Gerhard die erste Kantel bereits sauber rund — und schöne Locken auf dem Arm.


Und weils so schön ist macht er gleich noch einige Rundungen – natürlich auch mit dem Meisel.


Nach einigen Minuten fränkischer Eingewöhnungszeit bildete sich dann aber um jede der 4 Maschinen
eine Gruppe Drechselbegeisteter.


Bei 30 Teilnehmern bleiben dann also mindestens 7 Mann pro Maschine, einer der Fotografiert und einer in der
Spieleecke – das nenne ich Berechnung – – Reschpekt.


Einige Impressionen – na halt Eindrücke – der Aktivitäten in diesem und den nächsten Bildern.


Auch die die Zuschauten hatten ihre Freude.


Waren es nun Fachgespräche die Herbert hier mit Ernst führte oder


doch ein guter Witz – den Gesichtszügen nach dann doch letzteres.


Ja Friedrich da hat Franz-Josef schon recht – – was lange währt wird endlich gut.
Der „Schrank“ ist von Ernst mittlererweile fertig renoviert und strahlt wieder den edlen Charme eines solchen
Möbels aus.


Ernst griff dann auch zum Meisel und das in seiner besten Drechseljacke.
– – Aufgemercht !! Interessant ist hier auch der Effekt des Komprimierens der Bilder, welches gut am Hemd von Manfred zu sehen ist. Eigentlich hatte es farbige Längsstreifen, aber dieses Muster hat auch was.


Bernd ließ sich dann auch nicht lange Bitten und legte auf Gerhard´s neuer — „Werbeblock vom letzten Treffen nochmal an“ — 1400 Killinger los. Damit bekommt dann Mike in Kürze wohl eine neue Vorführmaschine.


Jetzt griff dann auch Eva aktiv in das Geschehen ein. Allerdings suchte Erich alias „Holzfuchs“, der als Gast aus
München zu unserem Treffen kam, schlagartig etwas Sicherheitsabstand. Wie man aber seinem Gesichtsausdruck entnehmen konnte dann doch mehr aus Spass als aus lebensbedrohender Notwendigkeit.


Gerhard stand bereit um jederzeit Eingreifen zu können damit kleine Abweichungen sofort berichtigt werden konnten.


Nun zum absoluten Highligt des Abend´s !!
Ernst und Johannes drechselten zu zweit Quasi Synchron an einer Maschine, an einer Kantel, und das [b][u]Auge in Auge[/u][/b].
Achtung Achtung für alle Nichtfranken !! Das „Copyreit“ und das „fränkische Padend“ für diese neuartige, überaus effektive, und Publikumswirksame Technik liegt ausschließlich bei den Drechselfreunden Franken.
Ich sage nur [b][u]Ideenschmiede Franken[/u][/b] was willste mehr.


„Verdrauensbildente Maßnahmen“ (wie die auch immer ausgesehen haben) halfen hier irgenwie auch noch, denn die Umstehenden kamen dann doch näher.


Friedrich analysierte hier mal die Technik eines K10 Futters. Fazit: Kema nemma oder net.


Also die rechten Hand hält den Meisel – hat der Gerhard gsacht – hama – und mit der linken Hand wird eingeschalten – Passt scha.


Und das Eisen ran an das Holz – ist doch gar net schwer.


Die Uhr zeigt 19 Uhr 30 als Manfred eingreift.


Thomas beim Erklären des Arbeitsablaufes an einem seiner Design-Kreisel.


Kleine Buben – große Buben – – – und am meisten freut sich der der Kreiseln darf.


Es ist halt einfach nur schee.


Manfred´s Tipp: einen Hauch Gefühlvoller – das Holz mag es behutsam.
Holz sollte so wie eine Frau behandelt werden !!


Hier demonstiert Manfred für was man den nach oben gestreckten Mittelfinger eigentlich nimmt.
Fingerkreisel drehen dort besonders gut. Blöd nur das es manche Zeitgenossen gibt die zwar von Zeit zu Zeit den
Finger ausstrecken aber offenbar den Kreisel auf dem Finger vergessen haben. Mensch Leute – – rechtzeitg einen
Fingerkreisel gekauft, oder sich selbst gedrechselt, und der Ärger entschwebt mit dem Kreisel. Einer der sicher schöneren Wege Frust abzubauen.


Die Uhr an der Säule zeigt schon 20 Uhr aber irgendwie will noch keiner aufhören.


Hier hilft nur noch die große Glocke in der Hand von Ernst.
Almächt Freunde Feierabend do hilft nix.

Und weils so schee war machen wir bei unserem nächsten Treffen im Juli nahtlos an dieser Stelle weiter.
Ergänzend dazu nehmen wir zusätzlich noch die Röhre. Eventuell entsteht ja dann auch das eine oder andere kleine Kunstwerk.

Viel gelernt und Spass dabei – so machen die Treffen der Drechelfreunde Franken gute Laune bei allen.

Die Bilder sollen dieses mal eher die Stimmung bei unseren Treffen wiedergeben. Lernen kann man die Technik des Meisels am besten unter fachkundiger Anleitung. Deshalb habe ich hier bewußt auf die Darstellung von Detail´s der Werkzeugtechnik verzichtet.

Gruss
Helmut

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