
Zum Septembertreffen der Drechselfreunde Franken in Neusles war wieder einiges geboten – wenn auch am Ende ein wenig anders als geplant. Ein ausgefallenes Thema, ein Stau zur Unzeit, spontane Improvisation und natürlich genügend Zeit zum Fachsimpeln sorgten jedenfalls dafür, dass es nicht langweilig wurde.
Für diesmal hatten wir uns ein etwas ausgefalleneres Thema vorgenommen: das Drechseln einer Dose nach dem Vorbild von Jo Winter. Auf dem Bild ist eines seiner Exemplare zu sehen.
Weitere Objekte des Drechslers gibt es auf seiner Webseite unter http://www.jowinter.de/ zu sehen.

Früh da sein lohnt sich – meistens
Einige waren – wie immer – schon eine gute Stunde vor Beginn da. Trotzdem waren die begehrtesten Parkplätze bereits vergeben, und auch in der Werkstatt herrschte schon reger Betrieb.

Hermann hatte eine Spannvorrichtung zum Sternedrechseln „gefräst“ und war darüber bereits mit unserem Obersternedrechsler Helmut ins Fachsimpeln geraten.


Auch die übrigen Vorbereitungen liefen auf Hochtouren: Der Fototisch für die Galeriebilder war hergerichtet, das vielleicht wichtigste Formular des Abends – die Essensbestellung – lag bereit, und die ganz Fleißigen schleppten Bänke herbei.

Auch technisch gehen wir mit der Zeit: Unser Anmeldesystem wurde ab diesem Treffen auf „total digital“ umgestellt.

Beamer und Leinwand standen ebenfalls einsatzbereit da – an der Technik sollte es an diesem Abend jedenfalls nicht scheitern.

Während die einen bereits die mitgebrachten Objekte begutachteten und diskutierten,

widmeten sich andere einer mindestens ebenso wichtigen Frage: „Was ess mer denn?“

Hier scheint „Stadtwurst mit oder ohne Musik“ das Rennen gemacht zu haben.




Noch ein kurzer Blick in die Runde auf die Teilnehmer des Abends.
Dann kann es ja losgehen – oder?

Ernst läutete die Veranstaltung wie gewohnt ein, während Gerhard immer wieder einen prüfenden Blick nach draußen warf: Kommt da nicht doch noch einer?
Einer fehlte nämlich noch – und ausgerechnet der war für diesen Abend ziemlich wichtig: unser Vorführer.
Ein unfallbedingter Stau hatte ihn und seine Mitfahrer aufgehalten. Und der erwies sich leider als ausgesprochen hartnäckig.

Die Wartezeit ließ sich allerdings ertragen: Vom Sommerfest zum 20-jährigen Bestehen der DFF war erfreulicherweise noch Freibier übrig. So kann man einen Stau zwar nicht auflösen, aber zumindest seine Folgen etwas angenehmer gestalten.

Zeit für die Galerie
In der Zwischenzeit nutzten wir die Gelegenheit für einen ausführlicheren Blick auf die Galerie der mitgebrachten Objekte.



Erfreulicherweise waren diesmal alle Stücke – wie gewünscht – mit zusätzlichen Informationen versehen: Was ist es, aus welchem Holz wurde es gefertigt und vor allem, von wem stammt es?
Dafür ein großes Lob an alle Beteiligten. Hoffen wir, dass wir das künftig so beibehalten.
Durch Anklicken der Bilder in der Galerie werden diese vergrößert und gegebenenfalls mit weiteren Informationen angezeigt.
Die einzelnen Bilder können dort auch fachlich ergänzt und die Beschreibungen erweitert werden.
Kommentare sind natürlich ebenfalls willkommen. Und wenn Fragen zu einem Stück gestellt werden, bin ich guter Hoffnung, dass sich der jeweilige Verfasser auch zu einer Antwort hinreißen lässt.
Ergänzungen werden allerdings erst sichtbar, nachdem sie vom Administrator freigegeben wurden.

Wenn das geplante Thema im Stau steht
Es ging auf 18 Uhr zu – und vom Vorführer noch immer keine Spur. Der Stau war offenbar doch von der etwas größeren Sorte.
Und wie das mit ausgefallenen Themen manchmal so ist … sie fallen aus.


Aber ein Drechslerabend ohne Vorführung? Nicht mit Helmut. Kurzerhand übernahm er die Regie und weitete seine zuvor mit Hermann begonnene Diskussion über das Sternedrechseln auf die ganze Runde aus.








Gemütlicher Ausklang
Keinen Stau gab es anschließend zum Glück im Töpfereicafé. Speis und Trank waren – wie immer – bestens, und so konnte der Abend in gemütlicher Runde ausklingen.

Die uns entgangene Vorführung von Michael soll voraussichtlich im November nachgeholt werden. Aufgeschoben ist also nicht aufgehoben.
So wurde aus einem Abend, der anders geplant war, am Ende doch wieder ein typisches Treffen der Drechselfreunde: ein bisschen Drechseln, viel Fachsimpelei, spontane Lösungen und genügend Stoff für gute Gespräche. Und auf die Dose nach Jo Winter dürfen wir uns nun eben noch ein wenig länger freuen.



