DFF – Onlinetreffen am 9. April 2026

Viel zu diskutieren gab es beim jüngsten Onlinetreffen. Michael B. hatte uns eine Schale aus Zebranoholz vorgestellt und bat die Kollegen, diese zu bewerten. Mit nur geraden Flächen hatte er ein Werk geschaffen, von dem alle begeistert waren.  Weniger begeistert war der Künstler von der Bearbeitbarkeit  des edlen Holzes. Trotz scharfen Werkzeugen konnten nur krümelige Späne geschnitten werden.

Ein Blick in die schöne Schale.

Die perfekt gedrechselte Schale hat einen Durchmesser von 20 Zentimeter.

Als Kontrast zur dunklen Schale hatte Michael einen Deckel aus hellem Ahornholz gedrechselt.

Als Griff dafür stellte er zwei Varianten  vor. Aus vier Reststücken des Zebranoholzes entstand eine dunkle Version. Ebenfalls, wie schon die Schale, nur mit geraden Flächen.

Bei der zweiten Version verwendete er auch das helle Ahornholz. Dieser Griff gefiel der Mehrheit der Teilnehmer besser.

Bei der Form gab es allerdings viele Verbesserungsvorschläge. Kommentare wie “Der Knopf schaut aus wie der Fuß der Schale” und “Die Form ist nicht stimmig” waren einige der Einwände.

Schließlich einigte man sich darüber, die Größe um mindesten 20 Prozent zu verringern und die äußere senkrechte Fläche durch eine Schräge zu ersetzen.

An der Unterseite hatte Michael den Spannzapfen belassen. Abdrechseln oder belassen war der nächste Punkt der Diskussion.

Hier gab es verschiedene Meinungen. Mit dem Zapfen „schwebt die Schale über dem Untergrund“, was einigen sehr gut gefiel. Andere bevorzugten einen glatten Boden. Michael versprach, die überarbeitete Schale bei einem der nächsten Treffen wieder zu zeigen.

Diese braunen Exemplare mit der Größe eines kleinen Hühnereis sind keine Drechselarbeiten. Es sind Taguanüsse, die vor allem In Kolumbien von Handwerkern als umweltfreundliche Alternative zu Elfenbein verarbeitet werden.

Im Nachtrag zum Thema Schachfiguren des letzten Treffens zeigte Jürgen filigrane Beispiele aus dieser besonderen Nuss.

Sogar Schachfiguren werden daraus gefertigt. Das Spielfeld hat eine Größe von 15 x 15 mm. Die Figuren können nur mit einer Pinzette bewegt werden.

Danach zeigte Thomas ein Fotobuch, das eine von ihm gedrechselte Sammlung aus Schachfiguren zeigte. Er hatte die Figuren aus Eiche und Linde nach den Vorgaben eines Kunden erstellt.

Die Teilnehmer lobten besonders die Formen der Läufer und der König-Dame-Figur, wobei Djamil die Designs als “traumhaft” bezeichnete.

Als ein weiteres Beispiel für Schachfiguren zeigte Jürgen Bauhaus-Schachfiguren.  Mit ihrer außergewöhnlichen Form sollen sie die Bewegungen visuell darstellen.

Anschließend zeigte Wolfgang K. eine Urne aus Lindenholz. Sie hat eine Höhe von 30 Zentimeter und einen Innendurchmesser von 14 Zentimeter. Durch Druck auf beide kleinen Kugeln wird die Urne verschlossen.

Die Urne entstand aus neun Teilen, die ähnlich wie Fassdauben zusammengeleimt wurden. Die Asche wird mittels eines Aschesäckchens im Inneren deponiert.

Zwei Vasen aus Fichte, dessen Holz erst vor drei Monaten  geschlagen wurde, weckte das Interesse der Drechselkameraden.

Wolfgang hatte diese im Dezember nass vorgedrechselt und die Oberfläche anschließend mit dem Holzstabilisator Pentacryl eingestrichen. Andere hatte er ohne Behandlung zum Trocknen eingelagert. Pentacryl soll bei Grünholzarbeiten die Rissbildung während der Trocknungsphase vermindern.

Nach drei Wochen wurden die Vasen fertig gedrechselt.  Es zeigte sich, dass die Behandlung mit Pentacryl erfolgreich war. Im Gegensatz zu den unbehandelten Vasen zeigten sich keine Trocknungsrisse. 

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2 Antworten zu DFF – Onlinetreffen am 9. April 2026

  1. Ecki sagt:

    Hallo Werner und Thomas,

    Super Bericht! Vielen Dank

    Ecki

  2. Erich Knabl sagt:

    Hallo Werner,
    super Bericht – das verlangt nach einer Fortsetzung. Wer ko, der derf gerne!

    Nachdem ich den Bericht gelesen habe, bereue ich meine Abwesenheit.

    Durch eine Motorradpanne war ich verhindert. Beim Vorbeifahren an einem Biergarten hat die Maschine allerdings außergewöhnlich stark nach rechts gezogen. Ich denke, ich muss demnächst in die Werkstatt, um die Spur einstellen zu lassen. Blöd gelaufen.

    Es ist übrigens ein besonderer Biergarten – ohne Handyempfang. Gut in Bezug auf meine Frau, aber schlecht für Zoom. Man kann halt nicht alles haben.

    Gruß
    Erich

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