DFF – Onlinetreffen am 7. August 2025

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“Weihnachten steht vor der Tür”, zumindest, wenn man der Lebkuchenindustrie glauben kann. Im Raum Nürnberg werden die weltbekannten Weihnachtsleckereien jetzt schon gebacken. Aber auch bei den Drechslern herrscht reger Betrieb. Sterne für Weihnachten müssen rechtzeitig fertig werden. Bei der Produktion der filigranen Kunstwerke gibt es auch mal Ausschuss, wenn ein dünner Zacken beim Drechseln abbricht. Walter K. hat da eine Lösung.

 

 

Sterne müssen nicht unbedingt hängen, war sein Rat. Sie können auch auf einem kleinen gedrechselten Ständer präsentiert werden und die abgebrochene Spitze wird im Ständer versteckt.

 

 

Das Loch im Ständer hat die Form der dreieckigen Spitze des Sterns. Doch wie bohrt man ein dreieckiges Loch? Walter hatte sich aus einem Rundstahl die gleiche Spitze gefertigt und diese dann glühend gemacht. Damit konnte er ein dreieckiges Loch in den Ständer brennen.

 

 

 

Roland überraschte uns mit seinen Erlebnissen beim Drechseln einer Chinesenkugel. Diese fixe Idee war am Anfang ganz schön frustrierend, verriet der erfahrene Drechsler.

 

 

Eine Menge “Brennholz” landete im Ofen. Nur genaues Arbeiten führt zum Erfolg. Schon beim Aufzeichnen auf der Kugel führen Ungenauigkeiten zum Ausschuss.

 

 

Doch dann hatte er den Dreh heraus. Es wurde eine schöne Kugel mit einem Würfel im Inneren.

 

 

Hier hat er ein Folterwerkzeug in die Kugel gezaubert. Das Holz ist Meranti, was aber laut Roland für diesen Zweck nicht gut geeignet ist.

 

 

Am Gesichtsausdruck erkennt man, dass alles funktioniert hat. Eine 7er Kugel ist es geworden. Das Holz ist nichts Besonderes, da es nur eine Probierkugel werden sollte.

 

 

Kürzlich habe ich mir ein Aushöhlwerkzeug von Woodcut gekauft. Zum Üben habe ich mich an einigen Vasen versucht. Zunächst eine kleine Vase aus Eiche, 15 cm hoch.

 

 

Die Vase habe ich mit 25 prozentigen Salmiakgeist ca. 12 Stunden geräuchert. Bei geräucherter Eiche zeigt sich ein schönes Farbbild. Wegen der Gerbsäure  im Kern wird dieser fast schwarz und das Splintholz  bleibt hell.

 

 

Diese Vase, ebenfalls aus Eiche, ist 24 cm hoch und wurde nur 8 Stunden geräuchert.  Beim letzten Onlinetreffen am 17. Juli zeigte ich eine Vase aus Eiche, die ich 24 Stunden geräuchert habe. Bei meinen Versuchen mit unterschiedlicher Räucherzeit konnte ich keinen Unterschied im Farbton feststellen.

 

 

Was ist das? Mit Drechseln hat das nicht viel zu tun. War hier ein Anfänger am Werk und hat vergessen seine Eisen zu schärfen?

Ecki, eigentlich ein guter Drechsler, hatte uns mit diesem vermurksten Stück überrascht.  Das Holz ist Mammutbaum und ließ sich einfach nicht sauber schneiden, erklärte unser Berliner Freund. Die Eisen waren scharf, aber der Mammut wollte nicht.

 

 

Ein anderes Eisen und plötzlich ergab sich eine saubere Oberfläche.

 

 

Eine schöne Schale mit einer gefälligen Form ist es geworden.

 

 

 

 

In der großen Schale aus Mammut liegt eine kleine aus Kirsche. Diese sollte eigentlich größer werden, aber das Holz hatte viele Fehlstellen und so wurde es ein Schälchen.

 

 

Im Holzlager von  Walter F. herrscht reger Betrieb. Die kleinen “Viecherla” verwandeln Holz in Holzmehl.

 

 

Das war mal schönes Walnussholz, jetzt taugt es nur noch zum Einschüren. Walter riet uns, das Holzlager öfter mal zu kontrollieren.

 

 

Zum Schluss zeigte er uns noch eine schöne Vase aus Walnuss mit gedrechselten  Blumen aus Haselnuss.

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