
Werner O. zeigt uns sein neuestes Werk. Ein Windlicht in Form einer Diskusscheibe. Die Scheibe hat einen Durchmesser von ca. 20cm und ist aus Apfelholz gefertigt. Die schlichte geradlinige Formgebung kommt unter den Teilnehmern gut an.

Michael Br. präsentiert einen neu gestalteten Griff auf der Schale mit Deckel. Das Drechselprojekt wurde schon vor 2 Wochen vorgestellt mit der Erkenntnis, dass der Griff auf dem Deckel nicht harmonisch zum Gesamtobjekt passt. (siehe Bericht vor 2 Wochen)

Der neu gestaltete Griff harmoniert deutlich besser zur gesamten Formgebung. Kleine Details wie die Fase am Griffrand machen den Griff stimmiger zum gesamten Objekt.

Djamil präsentiert uns eine Schale aus Pflaumenholz. Alle Teilnehmer sind begeistert von dem Farbintensiven Pflaumenholz.

Allerdings ist Pflaumenholz auch sehr rissanfällig, wie auf dem 2. Foto zu sehen ist.

Auch wenn die Unterseite einer Schale dem Betrachten nicht als erstes ins Auge fällt, kann man dennoch die Unterseite interessant gestalten. Djamil hat die Unterseite mit einem aufwendigen Muster gestaltet.

Wolfgang E. hat erst vor wenigen Tagen einen Apfelbaum im eigenen Garten gefällt und schon ist eine wunderschöne Obstschale daraus entstanden. Die Schale hat eine sehr schöne, naturgegebene Färbung. Am oberen Rand ist in den Jahresringen der Stammkern noch zu erkennen.

Die Schale hat nur 3mm Wandstärke und ist somit sehr leicht. Da Wolfgang E. aber seinen Apfelbaum gefällt hat, muss er wohl zukünftig die Äpfel für die Obstschale beim Obsthändler kaufen.

Ein weiterer Wolfgang, der Wolfgang K. zeigt uns gleich eine ganze Serie aus großen Vasen. Allesamt gefertigt aus Fichtenholz.

Einige Vasen sind mit Positivbeize behandelt worden. Es entwickelt sich eine Diskussion über die Anwendung von Positivbeize und Negativbeize.

Die Positivbeize verstärkt durch einen chemischen Prozess die optische Farbintensität zwischen Sommer- und Winter-Jahresringen und gibt der gesamten Oberfläche eine Farbgestaltung. Die Negativbeize gibt der Oberfläche durch Farbpigmente eine gleichförmige Farbgebung.

Einige Vasen sind auf der Oberfläche noch unbehandelt.

Beim Drechseln sind einige Harzgallen zum Vorschein gekommen.

Interessant ist, dass der Bereich der Harzgallen keine Farbe annimmt. Der chemische Prozess zur Farbgestaltung mit der Positivbeize hat keine Auswirkungen auf den Bereich der Harzgalle.

Auch Wolfgang K. hat so seine Probleme mit Rissen in den Objekten. Eine Vase hat einen deutlichen Riss am oberen Rand entwickelt. Die Teilnehmer stimmen überein, eine Rissgestaltung ist besser als der Versuch, den Riss zu verstecken. Es werden diverse Vorschläge zur Rissgestaltung gemacht.

Zum Schluss des Online Meeting zeigt uns Ernst eine Reihe von Kirschbaumscheiben. Ernst hat diese Kirschbaumscheiben geschenkt bekommen. Da aber alles schon in Scheiben gesägt wurde ist ein größerer Rohling nicht mehr vorhanden. Wie man auf dem Bild sieht haben sich auch schon große Risse gebildet. Ernst sucht nach Vorschlägen was man aus dem schönen Kirschbaumholz machen kann. Vorschläge nimmt Ernst gerne an.
Es war wie immer ein interessantes Online Meeting mit vielen unterschiedlichen Beiträgen und ausführlichen Wortmeldungen. Es wurde noch darauf hingewiesen, dass unsere Treffen ab 1. Mai wieder im 14-tägigen Sommer Rhythmus stattfinden, also am ersten Donnstag im Monat live, und am dritten online.
Hallo Michael,
dein erster Bericht zum letzten DFF-Onlinetreffen ist dir richtig gut gelungen. Das macht unsere Webseite lebendiger und vielfältiger. Damit werden hoffentlich auch andere motiviert, sich einzubringen. Vielen Dank für dein Engagement und deinen gelungenen Einstieg!