DFF – Onlinetreffen am 26. März 2026

Im Mittelpunkt des jüngsten Onlinetreffens stand ein spannendes Thema: die Gestaltung und Herstellung von Schachfiguren. Den Auftakt machte Roland, der seine Prototypen als Vorarbeiten zum Drechseln präsentierte. Anschaulich erläuterte er den Einsatz verschiedener Werkzeuge – darunter auch eine Gradsäge – und ging detailliert auf die technischen Herausforderungen ein. Besonders der Turm und der Springer erfordern beim Drechseln und Schnitzen viel Fingerspitzengefühl und präzises Arbeiten.

Erstaunlicherweise wurde in der Runde festgestellt, dass Schachfiguren bislang kaum in Vorführungen oder Objektgalerien vertreten waren. Gleichzeitig zeigte sich jedoch, dass sich einige Mitglieder bereits intensiv mit diesem Thema beschäftigt hatten.

Zur weiteren Designfindung brachte Walter eigene Beispiele ein und lieferte damit wertvolle Anregungen für Formen und Proportionen.

Ein ganz anderes Projekt stellte Wolfgang vor, seine handgeschnitzten Kuksas. Diese traditionellen Trinkgefäße fertigt er mit einem speziellen Hakenmesser, .

Walter präsentierte anschließend seine gedrechselten Schalen aus Birken- und Nussbaumholz und berichtete von seinen Erfahrungen mit diesen Materialien. Dabei wurden Unterschiede in Maserung, Bearbeitbarkeit und Oberflächenwirkung diskutiert.

Auch seine Windlichter standen im Fokus. Hier entwickelte sich ein reger Austausch über Designfragen und technische Umsetzungsmöglichkeiten.

Für Gesprächsstoff sorgte zudem ein besonderes Werkstück: Ein seit Jahren gelagertes Stück gestocktes Holz, das Walter aktuell zu einer Schale verarbeitet. Dabei kam es zu einem Missgeschick, als sich das Holz während der Bearbeitung selbstständig machte. Die Teilnehmer brachten zahlreiche Lösungsvorschläge ein, etwa das Aufleimen mit neuem Holz, variierende Ringbreiten oder einen schlankeren Sockel für eine bessere Gesamtwirkung. Ernst empfahl zusätzlich, den Boden abzuschleifen und die Form mit der Drechselbank weiter auszuarbeiten.

Unter dem Motto „Alle Jahre wieder“ zeigte Ernst außerdem seine Kelche.

Er erklärte ausführlich, wie die Formen mithilfe von Schablonen entwickelt und anschließend umgesetzt werden.

Ein weiterer Themenbereich war der Einsatz von CAD-Programmen. Helmut berichtete über seine Fortschritte und stellte ein 9 × 9 × 9 cm großes Modell vor.

Unser Treffens hatte heute einen neuen Gast: Jörg von einem anderen Stammtisch nahm erstmals teil und brachte sich gleich aktiv in die Gespräche ein.

Vielleicht ist dies ja ein schöner Anstoß für weitere gemeinsame Online-Treffen, bzw. einen neuen Online-Stammtisch – denn je mehr sich die Drechselfreunde vernetzen, desto vielfältiger werden die Ideen, Erfahrungen und Inspirationen im ganzen Land.

Gruß Thomas

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