
Beim Treffen der Drechselfreunde-Franken stand wieder einmal die Vielfalt unseres Handwerks im Mittelpunkt. In gewohnter Atmosphäre präsentierten unsere Mitglieder ihre aktuellen Projekte, tauschten Erfahrungen aus und diskutierten technische Details rund um Holz, Werkzeuge und Verarbeitungstechniken.
Werner stellte seine erste – und bislang einzige – Linsenvase aus Apfelholz vor. Das fein gearbeitete Stück wurde mithilfe von Birkensperrholz-Blumen ergänzt.

Mangels Materialdicke wurde ein Zapfen zum Spannen aufgeleimt.

Und hier noch die passende Spannmöglichkeit, damit die Serienproduktion starten kann.

Berthold präsentierte mehrere Muskatnussmühlen aus unterschiedlichen Holzarten wie Roteiche, Ulme, Birke und Esche. Besonders die gestockte Birke sorgte für großes Interesse. In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um Materialqualitäten und die Unterschiede verschiedener Reibescheiben

Wolfgang zeigte ein aus Roteiche gefertigtes Hohlgefäß, das mit Schellack behandelt wurde. Gefertigt wurde es unter anderem mit einem Schaber von Simon Hope mit quadratischer Schneide – ein spannender Einblick in spezielle Werkzeuganwendungen.



Norbert präsentierte eine Vase mit Zylinderglas-Innenteil. Dabei erläuterte er detailliert Maße, Glasdurchmesser und konstruktive Anpassungen.






Ein Drehknopf von Walter für ich weiß nicht mehr was.

Einen besonders Beitrag lieferte Walter mit der Vorstellung seiner fast fertiggestellten Kassettendecke . Gefertigt aus Kirschholz-Kassetten und Ahorn-Paneelen.


Es geht das Gerücht, daß die Holzdecke in erster Linie dazu dient, wieder genug Holzreste für Segmentschalen anzuhäufen.



Den technischen Abschluss gestaltete Helmut mit einer ausführlichen Video-Anleitung zum Drechseln eines exzentrischen Kreisels. Ergänzend verwies er auf weiterführende Hinweise im Mitgliederbereich unter „Tipps und Tricks“.



Es war wieder einmal ein sehr informatives und kurzweiliges Treffen, bis zum nächstem Mal,
Gruß Thomas
Hallo Drechselfreunde,
wenn ich unseren Bericht so lese, scheint beim Online-Treffen ja wieder richtig was los gewesen zu sein – spannende Themen und sogar der ein oder andere Blick „über den Zaun“. Genau das macht’s doch aus!
Werner, ein großes Kompliment zu deiner ersten Linsenvase – wirklich gut gelungen! Für eine „Premiere“ kann sich das mehr als sehen lassen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Herstellung einer Linsenvase bei unserem nächsten Live-Treffen für viele richtig interessant wäre. So eine Vorführung hatten wir bisher noch nicht im Programm – das wäre doch mal was Besonderes … ganz ohne Druck natürlich
Beim Durchlesen des Berichts habe ich jedenfalls ein bisschen bedauert, dass ich diesmal nicht dabei sein konnte. Beim nächsten Mal versuche ich, wieder mit am Start zu sein.
Gruße Erich