
Auch in diesem Monat trafen sich die Drechselfreunde Franken wieder zu einem gemeinsamen Online-Austausch. In entspannter Runde berichteten mehrere Mitglieder von ihren aktuellen Projekten, Techniken und Erfahrungen aus der Werkstatt.
Walter berichtete über seine Erfahrungen beim Vordrechseln von Schalen.
Dabei ging er insbesondere auf die Eigenschaften des Holzes und den Umgang mit frischem Material ein. Interessant war seine Methode, die Schalen mit Essigwasser zu behandeln.


Anschließend entwickelte sich eine angeregte Diskussion über verschiedene Möglichkeiten der Lagerung von Schalenrohlingen während der Trocknungsphase und darüber, wie sich Rissbildung möglichst vermeiden lässt.

Nichts geht verloren, hier noch die Reste zur zukünftigen Verwendung.


Wolfgang stellte seine freihand-gedrechselten Kugeln aus Eschen- und Lindenholz vor.

Darüber hinaus präsentierte er seine Technik zum Schnitzen von Edelweiß.

Das Dalapferd ist eine aus Holz gefertigte Figur in Pferdeform, die normalerweise in Schweden gefertigt wird, nun aber auch von Wolfgang in Rothenburg. Die Figuren wurden zunächst mit der Bandsäge vorgesägt und anschließend die charakteristischen Formen mit Schnitzwerkzeugen ausgearbeitet.

Djamil berichtete von einem Drechselkurs bei Heiner Stephani im Erzgebirge. In diesem Kurs wurden unter anderem verschiedene Dosen und Büchsen gedrechselt.



Er ebonisierte die fertigen Stücke, um einen stärkeren Kontrast zwischen Deckel und Dose zu erzielen.

Hier eine Variante mit Kugeldeckel.

Im Anschluss stellte Djamil noch außerdem eine Dose mit einem schwalbenschwanzförmigen Klackverschluss vor. Dieser spezielle Verschluss funktioniert als Druckmechanismus und sorgt dafür, dass sich die Dose nicht unbeabsichtigt öffnet. Die Konstruktion stieß in der Runde auf großes Interesse und führte zu einem regen Austausch über mögliche Varianten und Anwendungen.

Und hier der Meister selbst.

Zum Abschluss präsentierte Jürgen einige seiner gedrechselten Vasen aus verschiedenen Hölzern.

Dabei zeigte er auch einen praktischen Werkstatt-Tipp: Beim Trocknen von Öloberflächen verwendet er Eierkartons, um die Werkstücke sicher und mit möglichst wenig Kontaktfläche abzulegen.