Treffen bei Herbert

So Freunde der Bericht geht hiermit in die Zweite und damit finale Runde !!

Am 08.10.2016 trafen sich 7 Drechselfreunde auf Einladung von Herbert Seibert in Zeil am Main zu einem sehr informativen und spannenden Nachmittag in seiner Werkstatt. Das liegt in Unterfranken an der Grenze der Region Bierfranken zur Region Weinfranken. Zur Erinnerung falls sich jemand mit der Reihenfolge noch uneinig ist: „Bier auf Wein das lass sein und Wein auf Bier das rat ich dir“.


Das Thema war seine „CNC-Fräsmaschine in der Version „wie imitiere ich eine Wackelmaschine“


Die Teilnehmer der ersten Runde (zusätzlich natürlich der Knipser hinter dem Objektiv)


Hier also ein Bild der Fräsmaschine samt stolzem Eigentümer.  3 Lineare Achsen und eine Drehachse, ein PC mit entprechender Software, Antriebsmotoren mit Steuerungsplatinen, einige Kleinigkeiten  und natürlich den Fachmann der diese Komponenten in Bewegung bringt. Und unser Herbert hat sich dieses Wissen in vielen vielen Stunden umfassend angeeignet.


Hier ein Blick in den Fräsraum.

Herbert hat sich wirklich viele Gedanken gemacht wie er nicht „nur“ eine Frässpur erzeugt. Sein Anspruch geht hier schon wesentlich weiter. Das Fräsbild der „Wackelmaschine“ sollte möglichst genau imitiert werden. Parametrisiert der Programmaufbau um jeden Werkstückdurchmesser gerecht zu werden und natürlich sehr genau in der Auflösung der Schritte um keine Ecken zu erzeugen. Die Anzahl der Elemtwiederholungen ist natürlich ebenso frei wählbar wie Vorschub und Frästiefe. Da steckt ganz ganz viel Wissen der schon etwas anspruchsvolleren Mathematik drin. Wir haben da mal reingeschnuppert ohne den Anspruch darauf das umfassend verstanden zu haben.


Das Ergebnis der ersten Runde.


Das Teil wurde nochmal auf die Maschine genommen um in den inneren Bereich nochmal ein Muster einzufräsen.


Das Ergebnis einfach mal so auf die Schnelle.

Die Simulation auf dem Bildschirm läßt für diese Bearbeitung das Ergebnis kaum erahnen da ja die Verzerrungen durch den Prismenfräser ja erst den Effekt ausmachen.


Und jetzt wurden wir gefordert unser eigenes Muster zu kreieren.


Vor dem weiteren Geschehen gab es aber erstmal eine Stärkung.  Der Hausherrin gebührt hier ein ganz besonders großes DANKESCHÖN dafür.


Der Fränkische Denkerkreis bei den weiteren Ausarbeitungen.


Gespannte Momente was uns erwartet. Wir haben uns für das Modell von Ernst entschieden.


Gute Wahl wie sich schnell herausstellte – wir waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden – man merkt halt doch gleich wer ein Gespür für Formen hat.


Und dann noch ein kleiner Blick in die schier endlosen Möglichkeiten von Rosettenformen die mit einem kleinen Fräser erzeugt werden. Der Fräsmotor wurde dazu in die Waagerechte gebracht und los ging es.


Etwas dunkle Farbe (Schuhwachs  🙂  oder besseres ) in die Frässpuren einarbeiten und schon tritt die Struktur sehr deutlich hervor. Hier erkennt man bereits an der Bildschirmsimulation sehr gut wie es hinterher aussieht. Etwas für Formenliebhaber bis zum abwinken.


Auch bei Herbert gilt „Gut gemessen ist halb gewonnen“


Diese überaus flexible Art eines kleinen Regales verdient auf jeden Fall eine extra Würdigung in diesem Bericht. Ein ortsveränderlicher Stellplatz des Werkstattradios, je nach Empfangsqualität, machte diese Lösung zwingend notwendig.


Ratlosigkeit schaut doch anders aus – oder ??  Nunja die Aufnahmefähigkeit neigte sich doch zusehen dem Ende entgegen und so ….


JAAAAAAAAAAAAAA  auf auf in die gute Brauereigaststätte und neue Kräfte tanken für den Nachhauseweg. Gedankenaustausch bei belebenden Getränken und stärkenen Essensrationen zauberte schnell wieder einen freudlich zufriedenen Gesichtausdruck aufs Bild.

Das war ein Samstagnachmittag der ausgesprochen Informativ und Lehrreich war, auch wenn man nicht vor hat sich eine eigene Maschine zuzulegen. Etwas Horizonterweiterung hat bestimmt noch keinem geschadet. Zugegeben für diese Technik muss man schon einen eigenen Zugang entwickeln. Und das hat man gespürt ist bei Herbert der Fall. Selbst für mich, der seit 35 Jahren mit der CNC-Technik arbeitet, ein Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken. Ein toller Vortrag den Herbert hier vorbereitet hatte. Nochmals mein und unser aller großer Dank das du dir die Zeit dafür genommen hast.

Gruß Helmut


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Hier noch das Bild zum Kommentar „Blume des Lebens“ von Herbert

 

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10 Responses to Treffen bei Herbert

  1. Thomas says:

    Hallo Herbert,
    nochmal vielen Dank für den sehr informativen Nachmittag in Deiner Werkstatt,
    Gruß Thomas

  2. Gerhard Winter says:

    Hallo Herbert
    Auch von mir noch ein Dankeschön , hat mir auch super
    gefallen , da muß mann schon eine gewisse
    Erfahrung haben um solche Sachen zu machen , das geht
    von heute auf morgen nicht .
    Gruß Gerhard W.

  3. Herbert says:

    Hallo zusammen,

    danke für die positiven Rückmeldungen und die „Anmoderation“ für die zweite Gruppe, die übrigens fast komplett ist. Also „… einer geht noch, einer geht noch rein …“.

    Gruß
    Herbert

  4. Wolfgang E. says:

    Guten Abend „Herr Bert“,
    auch für mich als CNC – Laie waren deine Erläuterungen mit anschließender Demonstration an der Maschine sehr interessant. Für meine 2-3 Dosendeckel im Jahr lohnt der Aufwand sicher nicht.
    Auch besitze ich nicht die nötigen Programierkenntnisse.Trotzdem
    war ich erstaunt über die vielfältigen Möglichkeiten deiner „Wunderkiste“.
    Nochmal herzlichen Dank fürs Demonstrieren.

    Wolfgang E.

  5. Hallo Herbert,

    Nochmals herzlichen Dank für deinen informativen
    und gut vorbereiteten Vortrag und Vorführung zu deiner CNC Maschine und den
    damit unbegrenzenden Gestaltungsmöglichkeiten.
    Ich war beeindruckt von deinen präzise ausgearbeiteten
    Arbeitsschritten und den erforderlichen gedanklichen Vorarbeiten.

    Vielen Dank auch an deine Frau für die gute Bewirtung.

    Gruß Ludwig

  6. Manfred Faltin says:

    Guten Abend Herbert,

    so, jetzt ist die Katze aus dem Sack.
    Ich war sehr beeindruckt über die Teufelsmaschine und die ungeahnten Möglichkeiten, die man durch verstellen von ein „paar Schräubchen“ erreichen kann.
    Wie viel Auseinanderzetzung bzw. Zeiteinsatz nötig ist, kann man nur erahnen, um diese Technik nur im Keim zu beherrschen.

    Jedenfalls bist du schon richtig gut.
    Vielen Dank für diese Einweisung und Vorführung und nochmals Dankeschön für das Kaffe Gedeck. Solche Zusammenkünfte bringen unglaublich viel und schweißen doch zusammen.

    Ich habe ja schon einmal die Blume des Lebens frei von Hand in Plexi gefräst.
    Heute in Scheinfeld am Holztag hat ein Handwerksbetrieb so eine Blume mit CNC in Zirbe gefräst, ausgestellt,
    Als ich ihn fragte, ob es das in schön auch gibt, war er schon etwas sprachlos und musste zugeben, geht nicht besser oder es wird teuerer.
    Das Fräsbild war mangelhaft, in der Tiefe mit Ausbrüchen und unscharf.
    Frage: Hast du so ein Ornament gespeichert und wäre es machbar? Holzart vieleicht Birnbaum oder Buchs.

    Über ein Ergebnis würde ich mich freuen.

    Herzliche Grüße
    Manfred

    • Herbert says:

      Hallo Manfred,
      zunächst Danke für die lobenden Worte – natürlich auch an die anderen. Es freut mich, wenn ich meine Sache einigermaßen verständlich rübergebracht habe.
      Die Blume des Lebens habe ich noch nicht gespeichert, aber bald. Ich bin gerade dabei, sie zu zeichnen und vielleicht morgen zu fräsen. Du hörst von mir.

      Die Qualität eines Fräsbildes kann schon vom Preis abhängen, und zwar vom Preis sich einen neuen, scharfen Fräsers -:) .

      Viele Grüße aus Zeil
      Herbert

      • Herbert says:

        Hallo zusammen.

        @Helmut
        Nochmal Danke für Deinen lobenden Bericht. Ich habe ihn mit Freude gelesen. Die Bauanleitung für das Audio-Medien-Podest kann gegen eine kleine Gebühr von mir erworben werden :-).

        @Manfred
        Mit der Blume des Lebens habe ich einen ersten Fräsversuch gemacht. Ich hoffe, dass ich das mit dem Hochladen hinkriege. Ich glaube, auch ich muss meine Fräsbilder teurer machen. So wie es aussieht, ist ein neuer Fräser fällig. Die unscharfen Ränder können aber auch etwas mit der Gleichlauf-, bzw. Gegenlaufseite zu tun haben – natürlich auch mit dem Holz. Hier ist es Birne.

        Aber sieh selbst.

        Gruß
        Herbert

  7. Manfred Faltin says:

    Guten Abend Herbert,

    sieht doch klasse aus.
    Dass das nicht einfach wird, war mir schon klar.
    Es ist nun mal Holz, das von so viel Seiten angegriffen wird und die Zeichnung liegt so eng beieinander.
    Danke, dass du dich da reingekniet hast.

    Ich habe gestern Abend noch so eine Blume aufgezeichnet.
    Erst verwirrend, dann kommt man schon dahinter. Eigentlich ganz leicht. Ich werde jetzt versuchen so eine Blume von Hand zu fräsen. Bin gespannt wie`s wird.

    Gruß
    Manfred