DFF – Treffen Mai 2015

DFF – Treffen Mai 2015 mit dem Thema Schalenstechen

Dieses mal wollten wir also das Schalenstechen nachholen, das leider im März wegen technischer Probleme verschoben werden musste. Dazu hatten wir allerdings „nur unsere“ (natürlich dem Ernst seine) Standartmaschinen zur Verfügung.
Bevor wir jedoch …… erstmal ein Blick auf den Präsentationstisch.


Selbstgefertigte Lünetten und Wanddickentaster von Thomas (ob er wohl jetzt ins Fadendrechseln einsteigt ??).


Schalen aus (von links nach rechts) wurmbesetzter Weide, gestocktem Kirschbaum und Vogelbeere


Nee nee du – nicht mit Wackelmaschine sondern gefräst durch Herbert.


XXXL Vase von Reinhard – Maßabnahme und Endkontrolle durch Ernst.


Hier steht sie noch bei uns aber bald wird sie der großen Drechslerwelt in Bad Fallingbostel vorgestellt.


Und hier präsentieren wir Ihnen Live und in Farbe unseren Akteur des Abend´s


Thomas Häckel wie er leibt und lebt


Der Spass war selbstverständlich ab der ersten Minute auch wieder dabei


Dreiundvierzig Freunde der Fränkischen Drechselfreundeszene waren gekommen um der Show mit
ihrer Anwesenheit erst den vollendenden Glanz zu geben.


Erwartungsvolle Blicke so weit das Auge reicht


Den Zapfen für das Spannfutter kann man hervorragend auch mit einem Drechseleisen der Marke „Kirschen“ andrehen.
Thomas ist überzeugt davon das ihm dieses Eisen bis zum Sankt Nimmerleinstag treue Dienste leisten wird.


Ja wo ist es denn das ganze Werkzeug?


Ein Griff mit verschiedenen Eisen


und eine Auflage mit Führungsstiften – alles was „Mann“ braucht.


Bei den aktuell verkauften Griffen der Kelton Schalenstecher ist der Griff in der Länge etwas geschrumpft.
Na sagen wir mal so das hat wohl einer 3 Euro Materialkosten gespart.


Wichtig !! Die Handauflage so stellen das die Abstützung und damit der Druck möglichst auf das Maschinenbett drückt.


Die richtige Auswahl des Stecheisens optisch am Werkstück kontrollieren,


Spitze so einstellen das sie auf die Mitte zeigt,


PSA nicht vergessen  (Persönliche Schutzausrüstung),


und los geht´s !!!


Gefühlvolles Einstechen – hier in Zirbenholz.


Geht wie geschmiert.


Kurz vor dem Durchbrechen ein kleiner Schlag mit dem Handballen,


und fertig.


Aber Moment mal – jetzt geht hier aber was ab.
Ernst hat doch „nur“ eine Killinger 1000 S aus dem letzten Jahrtausend, und die hat spärliche 750 Watt, und dann noch einen FU dran der auch noch Leistung schluckt. Wird hier geschummelt oder was ??
Keine Sorge das Schalenstechen geht mit etwas Gefühl auch ohne 5 KW Supermaschine.
43 Zeugen konnten das mit eigenen Augen erleben.


Innen noch etwas nachdrehen,


und schon haben wir einen „Wegglatopf“ aus Zirbenholz vorbereitet (die Fränkische Umhausung für die Bratwurst ist das Weggla – 3 im Weggla ist eine typische Besellung an der fränkischen Bratwurstbude).
Endfertigung nach dem Trocknen kurz vor Weihnachten in einer gesonderten Vorführung.


Ja ja mit Zirbenholz geht das logischer Weise schon – ist ja auch Weichholz – werden jetzt viele denken.
Um dieser Fehleinschätzung von vorne weg den Wind aus den Segeln zu nehmen hat Thomas ein Stück Nussbaum, als Vertreter der Edelholzklasse, mitgebracht.


Und siehe da –  geht genauso leicht und problemlos


Schnitt eins


Hier sieht man hoffentlich deutlich das nicht eingefärbtes Weichholz genommen wurde. Es ist wahrhaftig Nussbaum.


Und weil es so schön war noch einen Stich.


Der Daumen geht hoch (Ernst in der Mitte hinten). Prima hotse des fei gmacht mei gute Killinger.


2 Stiche ergibt drei Teile (nach fränkischer Rechenart) –  das kleine Mittelteil gibt noch einen schönen Muggendeggl.


Kaum fertig hielt es die Massen nicht mehr auf ihren Plätzen,


auf nach vorne zur Maschine


um das eben gesehene in ersten Diskussionen zu vertiefen.


Manfred war noch sehr vertieft in seiner Kleinstdose.


Michael als lebender Präsentationaufsteller der Vogelbeerschale. Könnama ma so lassen – würde Manfred hier wohl anmerken.


So und nun noch einige Bilder des gemütlichen Beisammenseins.


Detailgepräche zu unserem Klingelbeutel


A weng gschafft war er dann wohl doch unser Thomas nach der wohlverdienten Brotzeit.

Soderle scha hammers wieder mit dem Bericht über diesen nahezu rekordverdächtigen Abend.
Nicht immer braucht man also das Maximum an maschineller Ausstattung zum Erreichen von sauberen Ergebnissen.
Manchmal genügt es auch wenn Können gepaart mit Gefühl auf Holz trifft.
Eigentlich ist das schon fast ein Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde wert.

Schee wars wieder beim Ernst und bei der Uli in Neusles und wie immer ging der Abend viel zu schnell vorbei.
Aber so ist es halt wenn man sich wohlfühlt vergeht die Zeit im Flug.

Gruß
Helmut

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3 Responses to DFF – Treffen Mai 2015

  1. Gerhard Winter says:

    Hallo Helmut
    Schönen Bericht haste wieder gemacht , da schließe ich
    mich doch gleich an .
    Schee wars wieder .
    Auch Klasse , wie Thomas immer sein ganzes Wissen rüber bringt
    und mit einer Ruhe wie er das macht .
    Gruß Gerhard W.

  2. Ralf says:

    Hallo Helmut,

    wie immer schön zu lesender Bericht und schöne Bilder von unseren DFF’lern. Ich komm immer wieder gern nach Neusles zum Ernst in die Werkstatt und anschließend zur Uli ins Kaffee zum Brotzeiten und fachsimpeln.

    Danke

    Grüße
    Ralf

  3. Wenn ich das sehe, geht mir das Herz über, was Ihr immer wieder !! auf die Beine stellt . Allen Respekt und schön anzusehen ist es auch
    seid gegrüßt
    vom Woifi