DFF – Treffen Juli 2013 Excentrisches

Das Julitreffen der Drechselfreunde Franken stand dieses mal unter dem Motto “ Excentrisches mit Michael „.

Eule
Excentrisch – versetzt (Gottseidank nicht uns versetzt) aussermittig – alles war an diesem Abend zu sehen.

Aber erstmal wieder einige neue Teile unserer „Aktivisten“


Krum, schief, verzogen und ausgefranzt so standen sie da die neuesten Vasen von Johannes – irgendwie muss er wohl mal seine Maschine neu Lagern lassen damit wieder „schöne, gerade und ordentliche Vasen“ entstehen 😀 .


Die neueste „Badeschüssel“ von Thomas mit farbigem Band am Umfang (Durchmesser wohl nur knapp
unter einem Meter). Besonders jetzt im Sommer ein sehr nützliches Teil um Überhitzung vorzubeugen.


Vergleichsweise kleine Schüsselchen.


Gestern noch als Ankündigung im aktuellen Drechslermagazin für die nächste Ausgabe – heute schon bei den Drechselfreunden Franken – – Windschiefer Baum im grünen Forstgewand.


Kleines schuckeliges Väschen von GerhardW


Und ein „Musikinstrument“ im Vordergrund das sogar einen „Ton“ von sich gab.


Ernst gleich voll in Ägtschn – Staubsaugerbeutel zum ersten – zum zweiten und gehen weg für ein Lächeln an…


So Michael jetzt kommt dein Auftritt vor den bekannt kritischen Fränkischen Fachbesuchern.


28 von Ihnen waren gekommen um zu sehen,zu lauschen und zu staunen und – und etwas über das excentische Drechseln dazuzulernen. Apropo Excentrischens Drechseln – hier räumte Michael gleich mal eine Fehlinformation aus der Welt, denn nach tiefgründigeren Untersuchungen und Überlegungen seinerseits steht fest es gibt gar kein Excentrisches Drechseln! Ja denn zum Zeitpunkt des Drechselns ist die Drechachse im Mittelpunkt – also drehen wir nicht aussermittig – oder so ähnlich hat er es erklärt.


Typische Anwendungsfälle sind hier ein selbstgefertigtes Spundfutter für Schmuckanhänger – Rohling vor der Bearbeitung,


und fertiges Futter.


Man sieht hier sehr deutlich das man nichts sieht. Aber wenn man es gesehen hätte, hätte man gesehen das
man 3 Anzentrierungen für ein versetzt zu bearbeitentes Langholzteil sieht. Soweit so gut.


Manfred kam etwas nach dem Beginn der Vorführung 🙁 und somit konnten seine neuesten Errungenschaften auch erst jetzt im Fotoapperat eingefangen werden.


Die Teller im Vordergrund gehörten auch mit dazu.


Einspannen im Futter – alles läuft rund und dann noch innen aushöhlen – erste Fragezeichen taten sich auf.


Da man ein Langholzteil aussen nicht aushöhlen kann ?( hat Michael dann doch lieber eine Kerbe eingearbeitet.


Jetzt aber – rohe Gewalt – – – Hammer kontra zartfühlenden Stechbeitel – fragt mich mal welchen Gesichtsausdruck die meisten hier aufgelegt hatten. Unverständnis was hier abgeht.


AAAAAAHAAAA Erkenntnis – – Papierverleimtes Teil aufgespalten – na sagt es doch gleich das geht dann doch ohne große Haue.


Spezialaufnahme in Halbmondausführung


Und siehe da die ausgedreht Seite passt in die Aussparung (ein bischen Spiel macht übrigens nichts).
Aufgemercht und genau hingeschaut die Reitstockspitze sitzt jetzt ausserhalb der ehemaligen Drehachse.


Holzrundmachen und Späneproduzieren – der nächste kalte Winter kommt bestimmt.


Geschlichtet wird wie es sich gehört mit dem – – na wer hat aufgepasst – – mit dem Meisel.


Mal kurz drüberschleifen – machen alle so, also gehört es dazu.


Ernst wollte jetzt die Sache aber schon mal ganz genau wissen. Wo liegt jetzt die Mitte des Halbmondes ?


Wie man sieht ist die Drehmitte bei zunehmenden Mond links des Mittelpunktes der Halbmondteilenden
Flächensenkrechten …… neeee so wird das nichts mit dem Erklären. Also halt in der Mitte der Bleistiftkreise
genau beim Kreuz. Egal der Ernst hat es jedenfalls verstanden.


Und wenn man jetzt die beiden Hälften mal wieder zusammenhält sieht man das der jetzt gedrechselte Langholzbereich versetz ist. Also lange Rede kurze Anmerkung – jeder hat es erkannt – das wurde eine kleine Mehlschaufel.


Neues Teil neues Glück – und wieder 3 Löcher an den Stirnseiten.


25 mm ausser Mitte — ups und das auf der guten ehrwürdigen „K…….r“ von Ernst.


Das ist halt Franken wie es leibt und lebt – es findet sich immer eine Lösung die der Problematik angemessen ist.
(Es war übrigens gar nicht so einfach genau die richtige Gegenmasse der Unwucht des Werkstückes „entgegenzusetzen“).


Nach dem dritten Umspannen hatte Michael das Teil mit drei Kanten.


Im hinteren Bereich wurden bereits erste Nachberechnungen angestellt.
Also 3 Mal umspannen geteilt durch 3 Kanten ergiebt nach Adam Riese – eben sag ich doch – „ein Teil“
Wirst sehen Thomas den Abschlusstest werde ich heute Abend mal nicht vermasseln – ich hab aufgepasst.


Leichter Besucherschwund in der ersten Reihe – haben hier einige Ihre Rundfunkgebühren nicht bezahlt?


Die beiden Stirnseiten werden noch mit einer schönen Innenrundung versehen.


Man sieht Ernst findet das richtig toll – also beide Daumen gehen nach oben. Ob er schon erkannt hat was das wird.


Genau kann es jetzt auch nicht genau sagen warum die erste Reihe einen nicht unerheblichen Besucherschwund zu verschmerzen hatte – ist ja auch egal die hinteren hatten jetzt einen freien Blick auf die weiternen Geschnisse des Abends.


Kennen eigentlich alle – Kugel in Eigenbaufutter zur Bearbeitung einer kleineren Fläche auf der eigentlich fertigen Kugel. So schee glatt warse und dann macht er Rillen rein.


Und weil es so schee war hat der Michael die Kugel nochmals etwas verdreht und noch mehr Rillen reingedreht.


Na jetzt hat es aber überall Klick gemacht – zwei Glasaugen eingedrückt und die beiden Teile zusammengesetz und fertig ist die Eule.


Da fallen sogar unserem Manfred zwei Steine vom Herzen das des doch noch wos worn is.
Am allgemeinen Strahlen um die Wette läßt den Erfolg der Vorführung am deutlichsten Erkennen.


Den Schnabel kann man etwas mit Kerbschnitarbeiten andeuten oder ggf. ein Teilchen drechseln und ansetzen.

Na das war eine schöne und lehrreiche Lektion wie man mit einfachen Mitteln ein Zauberhaftes Objekt schaffen kann.
Der AHA – Effekt war garantiert, da Michael am Anfang darauf verzichtete bereits ein fertiges Musterteil vorzuzeigen, sondern uns bewußt rätseln ließ was es wird. Denn sind wir mal ehrlich viele von uns hätten aus dem dreikanigem Teil garantiert eine Vase gefertigt.
Danke an Michael für die Vorführung.
Eine kleine Anmerkung noch für die Anwesenden und andere Insider:
mein besonderer Dank noch an alle Anwesenden für die offene ehrliche Diskussion vor der Vorführung und bei der Nachbedrachtung des Abends. So wünscht man sich einen Gedankenaustausch.
Und weil alles mal wieder so schee war muss ich mich mal wieder bei Ulli und ihrer netten Unterstützung bedanken – beste Verpflegung in netter Gesellschaft im Fränkischen. Passt scha .

Gruß
Helmut

Tagged , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.