DFF – Treffen Januar 2016, Aushöhlen mit Reinhard

Hier wie gewohnt die Bilder und einige „Sinnfreie“ Worte zu den Bildern.


Wie man sehr gut an diesem ersten Bild erkennt ging es an diesem ersten Abend im Jahre 2016 um das Aushöhlen. Für diese Vorführung hatte sich Reinhard bereit erklärt, seine Erfahrung an uns weiterzugeben.


Aber wie gewohnt auch im Jahre 2016 erstmal einige Werkstücke, die zur Begutachtung mitgebracht wurden. Ein Vogelhaus der etwas anderen Bauart.


Das Füllhorn von Michael (vorgestellt hier im „Roten“)


Zirbenholzschale von Wolfgang (vorgestellt hier im „Roten“)


Die Dose, die Manfred im „Gelben“ bereits vorgestellt hatte.  Siehe dort „Cocobolo trifft auf Rindviech“ …. —drück mich—


Gestockete Buche entfaltet hier ihre Wirkung


Eine Natrurrandschale aus einer Baumgabelung. Eine herrliche Form ist dabei, neben der tollen Maserung, auch mit entstanden.


Und dann noch ein kleines von der Natur gezeichnetes Rätsel.


Was erkennt man hier ??
Bitte nur „sachlich zielführende“ Antworten an die Hotline (also bei Kommentare im Anhang) der Frankendrechsler weitergeben und einen der wetvollen Abende in der geselligen Runde bei uns gewinnen (An- und Abreisekosten, Spesen etc. gehen wie immer zu Lasten des Teilnehmers. Kleinstgedrucktes zu weiteren Bedingungen war so klein das ich es leider selbst auch nicht mehr entziffern konnte).


Ernst gibt die Werkstatt frei für die Vorführungen im Jahre 2016. Beide Daumen hoch – na das Jahr hat schon mal gut begonnen.


Reinhard mit dem Übungsstück des Vormittags in den Händen und das Kirschholzteil zur Bearbeitung bereits in der Maschine.


Es gibt hier große und  kleine, und es gibt kurze und lange, und es gibt natürlich auch gerade und krumme. Aber letztlich und endlich alles Drechselwerkzeuge.


Für den Hausherren musste eine Holzkiste als Sitzunterlage herhalten,


denn es gaben sich in Summe 53 Freunde des Drechseln die Ehre und glänzten mit ihrer Anwesenheit.


Anzahl müsste passen, denn ich habe 3 mal nachgezählt (nicht das ich nicht bis 53 zählen könnte, die Schwierigkeit liegt immer wieder darin, das in der Praxis eine permante Standortwechselbewegung im Kreise des Publikums festzustellen ist ).


Reinhard legte unterdessen schon mal mit der Außenform los.


Ruckzuck flogen die Späne und „türmten“ sich zu einem Haufen auf.


Und auch ein paar Spänchen nach rechts – unser Kameramann Helmut sollte nicht ungeschont bleiben.


Aussenform vorgedreht


Umspannen


und fliegend weitermachen


Vorbohren mit einem 50 er Bohrer ins Volle.


Dank der doch sehr kleinen Steigung des Gewindes der Spindel am Handrad ging es hier doch mit der rechten Hand gewaltig rund.


Kurz mal alle herschauen


Und auf gehts


Feste zusammenkneifen – dann steht auch die Stange  (muss ich mir merken eventuell braucht man den Tipp ja mal im Leben)


Grübel Grübel und Studier, was mach ich eigentlich hier


Aaaaaaah Gott sei Dank gerade noch rechtzeitig wieder eingefallen  –  Aushölen war´s


Draußen wirbelten die Schneeflocken und hier innen die Späne.


Manfred musste mit dem Notsitz gleich am Eingang vorlieb nehmen – macht nix dafür war seine Sicht besser.


Leicht hängende Werkzeughaltung – so soll es sein.


Maschine steht !!!  und bitte nur dann lasst uns doch mal fühlen was man so spürt wenn man fühlt.


Wenn´s Rohr lang genug ist kann man auch weit hinten stehend noch gutes tun.


Warum auch immer – die Schneide hatte sich in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.


Dadurch, das Innen das meiste an Holz herausgenommen wurde, hat sich in der Zwischenzeit auch einges an Wasser von der Aussenschicht verabschiedet und es kann vorgeschliffen werden.


So und dann dünne machen, bis das Adrenalin sagt – es langt .


Wir haben aufgepasst – der Bernd hat gedanklich mit Ausgehölt – Quasi zeitgleich als Trockenübung


Und somit tasten wir uns immer tiefer und tiefer bis die Wanddicke über das gesamte Gefäß gleichmäßig dünn ist.


Diese kritschen Blicken des Fachpublikums haben wir Franken ja zwischenzeitlich als eindeutig positve Resonanz zum Geschehen „da Vorne“ kennengelernt.


Übrigens ist diese Mimik auch beim Vorführer selbst zu erkennen. Also muss wohl alles gepasst haben.


Mal ausgespannt und am Spannzapfen in die Kamera gehalten – so schauts also derzeit aus.


Apropo Spannzapfen – der muss natürlich noch weg. Wie üblich bei uns das Spezialwerkzeug für solche hochkompexen Tätigkeiten – Holzbrettchen aus der Restekiste. Dann einen kleinen Zapfen stehen lassen der ungefähr bis genau den Durchmesser der Öffnung hat. Kost nix und der Nutzen „Perfekt“.


Mit der Spitze noch „gefühlvoll“ dagegen drücken – denn sonst – na ihr wisst schon.


Zapfen mit mehreren feinen Spänen wegdrechseln, damit die Standfläche später ihren Namen auch verdient.


Nochmal etwas verschleifen


Und siehe da das Licht zeigt die Wandungsstärke im Boden passt auch.


Gut gemacht Reinhard – perfekt gelungen dank excellenter Vorführung.


Bevor wir zum zweiten Teil des Abend schreiten noch mal den Köpfe über die Maschine stecken – es gibt immer einen guten Grund für einen letzten Blick.

So damit beende ich für heute meinen Bericht.
Die Drechselfreunde Franken wünschen allen noch ein gesundes friedvolles neues Jahr.
Wir haben für unser Hobby den Einstieg in „unser Jubiläumsjahr 2016“ bravorös hinbekommen.

Gruß
Helmut

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4 Responses to DFF – Treffen Januar 2016, Aushöhlen mit Reinhard

  1. Rudi Herrmann says:

    Das war wieder ein gelungener Vortrag und ich habe schon
    wieder etwas dazu gelernt, werde das nächste mal wieder
    dabei sein.
    Gruß Rudi

  2. Opa der Bastler says:

    Hallo DFFler,

    Auch ich muß erklären, daß eure Treffen geprägt sind von Freundlichkeit, Offenheit, alles stimmt, das Vorführen auf sehr hohem Niveau und die angenehme Geselligkeit im Anschluß.
    Ein großes Danke an den Hoffotograph und seinem Bericht.
    Da ich selbst auch als Schriftführer tätig bin weiß ich diesen Teil des Abend gut einzuschätzen, das mit Arbeit verbunden ist.
    Ich für meinen Teil bin Froh, die Anfahrt gemacht zu haben,
    kurz und gut, es war ein Top Treffen.
    gruss aus dem Südwesten (Gelbfüsslerland)
    Opa der Bastler Andreas

  3. Norbert L. says:

    war zum ersten mal dabei, echt super Leute, ein toller Abend. werde das monatliche Treffen ab sofort fest einplanen.

    Grüße aus dem Zenngrund
    Norbert L.

    und Danke nochmal an Manfred für’s mitnehmen.

  4. Anonymous says:

    war für den Jahresanfang eine wirklich gelungene Vorführung