DFF – Treffen Februar 2014 Schreibgerätebausätze mit Thomas

Februartreffen der Fränkischen Drechselfreunde
Das Thema des Abend´s lautete Schreibgerätebausätze mit Thomas Wagner

Stift

Hier sehen wir schon mal um was es gehen sollte.
Schreibgerätebausätze in unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen

Aber wie gewohnt einige Eindrücke der mitgebrachten Arbeiten.


Was sagt der Fränkische Kalender für das Jahr 2014 ?


Genau !! Wir leben im Jahr der Eule.
Die [b]Eulen[/b], zu der ungefähr 200 Arten zählen, sind nachtaktiv und haben zahlreiche Anpassungen an ihre
nächtliche Aktivität entwickelt. Wir sehen hier eine bisher noch fast gänzlich unbekannte Art des Unterfränkischen „Schwemmleinkauzes“ den Erich in den Knetzgauer Wäldern für uns entdeckt hat.
* [b][u]Korrektur:
[/u][/b]Hier bitte ich im nach hinein um ein Mildes Urteil für eine üblen Fehler der sich hier eingeschlichen hat, indem ich diese Eulen erst Herbert zugeordnet hatte anstatt wie Richtig unserem Erich. Vermutlich war die Nacht doch etwas kurz für die notwendigen Gedankengänge. Danke an Herbert für deinen Hinweis und Entschuldigung bei Erich.


Eine etwas andere Art der Anpassung an nächtliche Umtriebe sehen wir hier:
dank Blitzlicht können nun auch wir gewöhnlich Nachtblinden deutliche Aktivitäten ausmachen.


Geduckte Haltung einer Gruppe dunkel gekleideter Männer – ich weiß fei net


Dank unserer freundlichen und grundsätzlich an das Gute im Menschen glaubende fränkischen Grundeinstellung unterstellen wir den Herrn mal nur beste Absichten.


Almächt na – a Elsbeere ham´s etzatla eingelachert – ein Drechsler braucht von Zeit zu Zeit auch ein Holz.


Die Zuhörer trafen langsam an Ort des Geschehens ein.


Matthias brachte uns was aus Eiche mit.


Thomas Häckel hat eine schöne Birkenschale unter seine neuesten Kreisel gelegt damit den lieben Kleinen nichts geschieht.


So also aufgehts.
Den Blick nach vorne gerichtet und aufgemercht


Thomas Wagner hat sich freundlicher Weise bereit erklärt uns einiges zu verschiedenen Bausätzen zu zeigen
und zu erklären.


Schau schau – Manfred hatte sich klang heimlich ganz nach vorne geschlichen um auf den Notstuhl ganz nah dem Geschehen folgen zu können.


Beinahe wäre mir die neueste Vase aus Apfelbaum von Johannes durch die Lappen gegangen.


Dieses Bild täuscht dem geneigten Berichte leser einen etwas ratlosen Thomas vor.
Die 36 Anwesenden können aber garantiert bestätigen das dieser Schnappschuss einen völlig falschen Eindruck vermittelt. Bei seinem Vortrag konnte er sehr schnell den Eindruck vermitteln das er nicht nur ein „Verkäufer“ ist sondern auch über einen großen Wissensschatz durch eigene Erfahrung verfügt.
Loch bohren – Messinghülsen einkleben – am besten mit einem leicht dauerelastischen Giftfreiem PU-Kleber – also die ganzen Standartarbeiten am Anfang der Fertigungskette.


Na da sieh mal einer an – auch in der letzten Reihe vor dem Fenster gespannte Aufmerksamkeit.


Eine einfache Schraubzwinge hält den Pen Blank auf der Werkbank fest damit der Akuschrauber mit der Fräsahle und dem Fräskopf die Stirnseiten sauber winklig fräst.


Auch ein schöner Rücken kann entzücken.
Und viele schöne Rücken können …. die Vermutung bekräftigen das alle auch weiterhin ihre Aufmerksamkeit nach vorne gerichtet haben.


Oberflächenfinish – sicher ein ganz zentrales Thema bei den Stiften.
Handschweiß und mechanische Abnutzung fordern ihren Tribut – hier darf unter keinen Umständen gespart werden um über einen längeren Zeitraum Freude am Stift zu haben.
Thomas erklärt und demonstrierte sehr anschaulich wie einfach und wirkungsvoll der Einsatz seines Pen Finish sein kann. Zwei mal mit einem Microfasertuch aufgetragen und einer langen Nutzung steht nichts mehr im Wege.


Das Verpressen der Teile sollte mit viel Gefühl erfolgen – erklärt und gezeigt das es auch mit dem Reitstock
als Presse geht.


Kein Mensch baut ein Haus vom Dach nach unten bis zum Keller – und so ist eben auch die Reihenfolge des Zusammenbaus ein wichtiges Kriterium für Erfolg oder Misserfolg der Produktion.
An dieser Stelle möchte ich auf die sehr umfangreiche und gut erklärte Dokumentation zu jedem Bausatz hinweisen
die Thomas in seinem Online Shop bei „Drechseln und Mehr“ für jeden zum Nachlesen und Ausdrucken zur Verfügung stellt. Dort ist bildlich der Zusammenbau mit allen Einzelteilen Schritt für Schritt erklärt.


Und wer dann ausreichende Sorgfalt und auch Genauigkeit bei allen Arbeitsschritten walten lassen hat wird einen sauberen ansehnlichen Stift in den Händen halten, der keine Absätze zwischen Holz und Bausatzteilen zeigt, und eine funktionierende Mechanik die Dank präzisen Längen und Durchmessern für eine lange Zeit gewährleistet ist.


Da ja der Drechsler in letzter Zeit auch sehr gerne alles mögliche und unmögliche an Werkstoffen verarbeiten will ist das sogenannte „Stabilisieren“ der Materialien unter Vakuum notwendig.
Thomas hatte hier eine kleine leistungsfähige Pumpe dabei.


Dabei werden die Hölzer in ein Glas mit einem speziellen Vakuumharz gegeben und unter der „Tortenhaube“
unter Vakuum versetzt.


Unter dem Vakuum wird nun die Luft im Holz gegen das Harz ausgetauscht. Man sieht hier sehr schön wie die entweichende Luft zu einer Schaumbildung führt.


Gesprächsrunden wo man hinsieht deuten auf das nahe Ende der Veranstaltung hin.


Gesprächsstoff lieferte der Abend ja genug.

Tja das war mal wieder ein weiterer Abend der unseren schier endlosen Informationsbedarf mit neuen und auch mal anderen Sichtweisen bediente.
Ich darf mich hier bei Thomas Wagner ganz herzlich für diesen Abend bedanken den er mit Theorie und Praxis in einem guten Mischungsverhältnis sehr kurzweilig gestaltet hat. Rundum nicht nur ein Verkäufer sondern auch ein Berater bei Problemen der gerne weiterhilft auch wenn die Kasse nicht klingelt.

Und es ist auch mal wieder höchste Zeit die Leistung von Ulli mit ihrer netten Bedienung zu würdigen die es mal wieder geschafft hat uns unberechenbaren Haufen im kulinarischen Bereich vollauf zufrieden zu stellen.

Gruß
Helmut

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