DFF – Treffen August 2012 Scharfe Schneiden das A und O

Scharfe Schneiden das A und O jeder Drechselarbeit.

Schleifen

Diese absolut grundlegende Notwendigkeit wollten wir an diesem Abend etwas näher beleuchten.
29 Drechselfreunde waren der Einladung nach Neusles gefolgt zu lehrreichen und informativen Stunden bei den Drechselfreunden Franken.

Gerhard führte uns sehr gekonnt durch das Thema mit einigen theoretischen Erklärungen und vielen praktischen Übungen.


Die Kenntnis der nötigen Winkel für verschiedene Hölzer mit den unterschiedlichsten Werkzeugen war genauso Thema


wie das Prüfen der Schärfe an den zarten Häärchen des männlichen Armes – oder wo halt sonst noch so ein Sumpfgewäch wie das Haar sprießt und wächst.


Eine weitere gängige Prüfmethode ist hier der Fingernageltest. Nagel auf Schneide gelegt und versuchen den Finger leicht seitlich zu bewegen. Bei einem scharfen Werkzeug drückt sich die Schneide sofort etwas in den Fingernagel (wenn die Schneide auf der Gegenseite des Fingers wieder herauskommt war´s übrigens zu viel Druck) und der Finger läßt sich nicht so leicht seitlich schieben.


Das Wissen über Anlassfarben der Stähle verhilft hier zu der klareren Erkenntnis das eine leicht Blaue Schneidenkante (rot glühende Schneiden sind hier explizied nicht gemeint) beim Schleifen von HS Stählen nichts schadet, da die Anlasstemperatur nach dem Härten über 500 Grad liegt, und wir hier dann noch deutlich unter 400 Grad sind. Das entbindet jedoch nicht von dem zwischenzeitlichen Abkühlen im bereit stehend Wasser. Anders natürlich bei Werkzeugstählen a´la Baumarkt etc.


Die Größe des Schleifscheibendurchmessers hat natürlich ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Auswirkung auf einen sauberen Schnitt. Ballige Schneiden beim Meisel oder der Röhre funktionieren genausowenig wie Hohlschliffe mit kleinen Schleifscheiben. Also wer kleinere Schleifscheiben als 150mm Durchmesser einsetzt muss definitv was gegen den Hohlschliff tun.


Von den Teilnehmern wurden die unterschiedlichsten Schleifgeräte und Vorrichtungen zum praktischen Testen mitgebracht.


Matthias macht hier gleich mal deutlich welcher Schleifmaschine sein Augenmerk zugewand ist.


Dem Ernst seiner Werkstattmaschine mit Edelkorund- und Diamantscheibe gilt sein begehr.


Und so stand ein solche


und eine solchene


und natürlich eine Blaue


und eine Grüne zur Verfügung. So unterschiedlich die Teilnehmer so unterschiedlich auch die Maschinen.


Die beiden hatten ihren Spass. Man sieht hier bei uns funktioniert der „Generationenvertrag“.


Naßschleifen zum feinen Nachschleifen.


Apropo Naßschleifen – kleiner Tipp am Rande durch Gerhard . Ein Magnet im Wasserbehälter des Nassschleifsteines zieht den Schleifstaub an. Wichtig denn es gibt nichts hinterlicheres für ein gutes Schleifergebnis als schleifstaubverschmutztes Wasser an der Schleifscheibe.


Friedrich und Manfred bei ihrem Meinungsaustausch über die neuesten Techniken der ….


JAAAAA —– genau spiralgefräste Teile; und dann noch als krönendes Sahnehäupchen ..


das alles mit Friedrichs Wackelmaschine – – – Scheeee schaun se aus die zukünftigen Anhänger.


Die letzten Topgeheimnisse sind erst auf Friedrichs eigener Kamera und nur für vereidigte Geheimnissträger
der Fränkischen Drechselszene zugängig.


Selbst an diesem zurechtgeschliffenem Zeigefinger erkennt man bereits den Keilwinkel des Werkzeugs.


Letzte skeptische Blicke vor der Erleuchtung.


Herbert schnappte sich dann gleich mal eine Röhre und legte los.


Erwartungsgemäß ließ Thomas da nichts „anbrennen“ – – Flachschaber gefühlvoll kontra Edelkorundscheibe
Ergebnis – – > Flachschaber scharf.


Traute Dreisamkeit bei den DFF´lern oder Einsamkeit im naßkalten Kellergewölbe !!
Solche Entscheidungen sind bei uns schon lange abschließend geklärt.


Volle Konzentration ist auch hier gefragt. Thomas beim „unfreiwilligen“ Abziehen der Schleifscheibe.
Da haben wir dann noch Glück gehabt denn normalerweise zieht er nur alle 3 Jahre seine Scheibe ab – und das wäre eigentlich erst übermorgen gewesen.


Roland in einer Bandscheibenoptimierten Schleifhaltung.


und natürlich nicht vergessen das Schleifergebnis auch mal zwischendurch kontrollieren.


Michael am Wasserschleifstein mit einem Meisel.


Kleine Diskussion „wo nehmen wir noch was weg“.


Wichtig nach dem Schleifen – ein kleiner Test ob nach dem ganzen Prozedere das Werkzeug auch schneidet.
Allmächt das passt.


Gerhard in den Details.


Also sprach Gerhard vorhin: – erst so ranhalten dann den eingedrehten Handgelenksschwung nach rechts
um anschließend über die Vorderhand nach links abzudrehen. Ganz klar – so mach mers.


Brille hochgeschoben – dem Bernd hilft es auf jeden Fall damit er was sieht.


Aufschlussreiche Diskussionsrunden wohin man auch schaut.


Was man so alles mit den Händen machen kann. Wir Männer benötigen sie, wie man auf den beiden Bildern sieht, auf jeden Fall nicht zum reden.


Hier strahlte sogar die Abendsonne als Ernst dem Werkzeug noch den letzten Pfiff mit dem
Abziehsteinen gab.


Aber jetzt nichts wie weg hier und ab in den ….. denn — nur die Harten kommen in den Garten.


So und ab jetzt die folgenden Impressionen zum Einwirken lassen mal ausnahmsweise ganz ohne weiteren Kommentar.

Ernst hatte sich dieses mal bestens vorbereitet für uns Nachtschwärmer.
Fränkische Grundausstattung für die Ausleuchtung der Geldbeutel der Zahlungswilligen beim unvermeitlichen
Bezahlvorgang des Abendvespers – Fränkische Weinkellerlampe auf freigelegter Stirn mit gekreuztem, verstellbarem und bedrucktem Trägergurt in LED-Ausführung.

Also wieder mal ein gelungener fränkischer Drechselabend mit vielen wichtigen Eindrücken für unser schönes Hobby.
Ein solcher Informationsaustausch bringt uns alle weiter in unserem Bestreben unsere Fertigkeiten weiter zu
verbessern um die Welt auch weiterhin mit anspruchvollen Werken „Made in Franken“ zu beglücken. Gelle!!

Gruß
Helmut

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